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Datum: Sat, 03 Jul 2010 11:04:09 +0200,    Newsgroup: de.soc.weltanschauung.buddhismus        back       

Warum?   
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen, 
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus 
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau 
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres. Es ist das grosse Lebensproblem, 
und doch neigt die Gesellschaft dazu, sich von den Problemen des 
Alterns, der Krankheit und des Todes zu distanzieren, sie beiseite zu 
schieben, weil andere Dinge dringlicher erscheinen. Einen Haufen Geld zu 
machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist 
wichtiger. Was auch immer. Und die grossen Lebensfragen -- die Tatsache, 
dass man auf die Leiden und Erniedrigungen zusteuert, die mit einem 
alternden, kranken oder sterbenden Koerper einhergehen -- werden 
verdraengt, zur Seite geschoben. "Noch nicht, noch nicht, vielleicht ein 
anderes Mal." Und natuerlich, wenn das "andere Mal" dann da ist und 
diese Dinge akut werden, dann akzeptieren sie kein "noch nicht", dann 
lassen sie sich nicht mehr verdraengen. Wenn man sich nicht darauf 
vorbereitet hat, dann geht man voellig hilflos den Bach runter.

Das sind also die wichtigsten Dinge, auf die man sich vorbereiten 
sollte. Eine Menge anderer Sachen im Leben sind ungewiss, aber ein paar 
sind gewiss. Alter kommt. Krankheit kommt. Tod kommt mit Sicherheit. 
Wenn man also weiss, dass etwas mit Sicherheit kommen wird, dann muss 
man sich darauf vorbereiten. Und wenn man merkt, dass dies die 
wichtigste Frage im Leben ist, muss man sich anschauen, wie man sein 
Leben fuehrt. Meditation -- die Praxis der Buddhalehre -- ist nicht 
bloss, dass man sich dann und wann mit geschlossenen Augen hinsetzt. Es 
geht darum, seine Prioritaeten zu ordnen. Wie der Buddha sagte, wenn man 
sieht, dass es einen hoeheren Gluecksgrad gibt, den man erreichen kann, 
wenn man niedrigere Formen des Gluecks opfert, dann opfert man diese 
niedrigeren. Betrachtet euer Leben und woran ihr euch festhaltet, die 
kleinen Stellen, wo der Geist sein Vergnuegen, aber keine wirkliche 
Zufriedenheit findet: sind das die Dinge, an denen ihr euch wirklich 
festhalten wollt? Sollen das die Faktoren sein, die euer Leben bestimmen?

Und dann kann man an Fragen von groesserer Tragweite denken. Die 
Moeglichkeit, ein Glueck zu erfahren, das ueber Altern, Krankheit und 
Tod hinausgeht: soll das die erste Prioritaet in eurem Leben haben?

Das sind Fragen, die wir uns alle innerlich stellen sollten. Der Buddha 
gibt uns die Antworten nicht vor. Er setzt uns einfach auseinander, was 
die Lage ist. Er sagt, dass es die Moeglichkeit zu einem Glueck gibt, 
das ueber jenes Glueck hinausgeht, das davon kommt, dass man einfach nur 
isst und schlaeft, sich um den Koerper kuemmert und sich's bequem macht. 
Diese Moeglichkeit ist die gute Nachricht in der Lehre Buddhas, vor 
allem weil fast alle Welt sagt: "Na ja, das ist schliesslich alles im 
Leben, also mach das beste draus. Sei mit diesen Augenblicksfreuden 
zufrieden und denk nicht an andere Sachen. Werd' nicht unzufrieden mit 
dem, was du hast." Wenn man ueber diese Haltung nachdenkt, dann ist das 
wirklich deprimierend, weil es ja nur bedeutet, dass man an sich rafft, 
was geht, bevor man stirbt. Und wenn man stirbt, kann man es nicht 
mitnehmen.

Aber der Buddha sagte, dass es eine Art von Glueck gibt, eine Art des 
Wissens im Geist, die ueber Altern, Krankheit und Tod hinausgeht, und 
die durch menschliche Anstrengung gewonnen werden kann, wenn man es 
richtig macht. Das ist also sowohl eine gute Nachricht als auch eine 
Herausforderung. Gibt man sich damit zufrieden, ein normales Leben zu 
fuehren und seine Zeit zu verplempern? Oder nimmt man die 
Herausforderung an, sich um wichtigere Dinge zu kuemmern, sich dieser 
Moeglichkeit zu widmen?'

Thanissaro Bhikkhu: Das Wie und das Warum

http://home.arcor.de/einsicht/wieundwarum.html
Datum: Sat, 03 Jul 2010 11:04:09 +0200   Autor:   Lothar Schenk

Re: Warum?   
In article <4c2efd0d$0$6976$9b4e6d93@newsspool4.arcor-online.net>,
 Lothar Schenk  wrote:

> 'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen, 
> aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus 
> dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau 
> betrachtet, gibt es nichts wichtigeres. Es ist das grosse Lebensproblem, 
> und doch neigt die Gesellschaft dazu, sich von den Problemen des 
> Alterns, der Krankheit und des Todes zu distanzieren, sie beiseite zu 
> schieben, weil andere Dinge dringlicher erscheinen. Einen Haufen Geld zu 
> machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist 
> wichtiger. Was auch immer. Und die grossen Lebensfragen -- die Tatsache, 
> dass man auf die Leiden und Erniedrigungen zusteuert, die mit einem 
> alternden, kranken oder sterbenden Koerper einhergehen -- werden 
> verdraengt, zur Seite geschoben. "Noch nicht, noch nicht, vielleicht ein 
> anderes Mal." Und natuerlich, wenn das "andere Mal" dann da ist und 
> diese Dinge akut werden, dann akzeptieren sie kein "noch nicht", dann 
> lassen sie sich nicht mehr verdraengen. Wenn man sich nicht darauf 
> vorbereitet hat, dann geht man voellig hilflos den Bach runter.

mhmmm....


> Das sind also die wichtigsten Dinge, auf die man sich vorbereiten 
> sollte. Eine Menge anderer Sachen im Leben sind ungewiss, aber ein paar 
> sind gewiss. Alter kommt. Krankheit kommt. Tod kommt mit Sicherheit. 
> Wenn man also weiss, dass etwas mit Sicherheit kommen wird, dann muss 
> man sich darauf vorbereiten.

Tja, schaun wir mal...

> Und wenn man merkt, dass dies die 
> wichtigste Frage im Leben ist,

Also, ich kann da nur fuer mich sprechen :
Ich halte diese Fragen fuer absolut unwichtig. Es ist nun einmal so, 
dass wirklich alles ohne Ausnahme diesem Zyklus unterworfen ist. Und 
wenn man das vestanden hat, dann ist man insoweit darauf vorbereitet,
dass man es eben akzeptiert. Jeden Tag entstehen und vergehen in unserem 
Geist Ideen, Gedanken, Erinnerungen - wie soll man sich darauf 
vorbereiten ? Man kann es akzeptieren oder der Wahnvorstellung 
anheimfallen, man koennte irgendetwas dagegen tun, irgendetwas daran 
gestalten. Aber wie gesagt, das sind Wahnvorstellungen.

> muss man sich anschauen, wie man sein 
> Leben fuehrt. Meditation -- die Praxis der Buddhalehre -- ist nicht 
> bloss, dass man sich dann und wann mit geschlossenen Augen hinsetzt.

Ja, nun ich habe schon huebschere Storhmaenner gesehen, auf die dann 
eingedroschen wurde.
Wenn aber eine "positive Message" nur als "Gegenteil oder Gegensatz"
zu herbeigefaselten negativen Bilder vermitteln laesst, ist sie ja 
tatsaechlich keine "rechte Rede". Wer das andere Schlechte und Boese und 
Dumme immerwieder erschaffen muss, um das eigene gute in bild zu setzen,
der hat hinsichtlich Tot und Wiedergeburt noch nichts verstanden.

> Es 
> geht darum, seine Prioritaeten zu ordnen. Wie der Buddha sagte, wenn man 
> sieht, dass es einen hoeheren Gluecksgrad gibt, den man erreichen kann, 
> wenn man niedrigere Formen des Gluecks opfert, dann opfert man diese 
> niedrigeren.

Achwas, es ist einfach so, dass es automatisch geschieht und kein Opfer 
ist : weite ich meine Freiraeume und befreie ich mich von Belastungen, 
dann hat die Idee hier irgendwelche Opfer zu bringen da ueberhaupt 
nichts mit zu tun.

> Betrachtet euer Leben und woran ihr euch festhaltet, die 
> kleinen Stellen, wo der Geist sein Vergnuegen, aber keine wirkliche 
> Zufriedenheit findet: sind das die Dinge, an denen ihr euch wirklich 
> festhalten wollt? Sollen das die Faktoren sein, die euer Leben bestimmen?

och, jetzt reichts...

> Thanissaro Bhikkhu: Das Wie und das Warum

Weisste Loddar, entweder du hast nix kappiert vom Kram, oder da gab es 
gar nix zu kappieren...

Ganz offensichtlich hast du nichts von alledem in dein Leben ungesetzt,
oder es gab halt nichts womit man wirklich etwas anfangen kann -

und darum hast du auch keine "erfahrungen" die du in eigenen Worten
schildern kannst, Realisationen die du mit eigenen Worten vermitteln 
kannst.

Klammere dich doch nicht an solche Sermonalien. Das sind doch 
"Selbst-Gespraeche" in denen der Moench sich selbst zu erklaeren  
versucht, wie er dahin gekommen ist, wo er jetzt festsitzt...

eben halt im "Un-wissen der Anderen".
Und das ist auch das einzige wohin er dich fuehren kann.

Das ist aber nix dolles.
Das belastet doch nur.

Und vor allen Dingen : Das ist ja laengst abgearbeitet, laengst weit 
ueberstiegen. Fuer wie dumm und beschraenkt dieser Moench die 
"Buddhisten" haelt. Das ist nicht schoen und eine komplette 
Fehleinschaetzung.


mfG

f

-- 
F.M.O. :  fmbnewsclub.blogspot.com
Infos, Musik, Videos, Pics
Datum: Sat, 03 Jul 2010 13:37:42 +0200   Autor:   As Below

Re: Warum?   
Am 03.07.2010 13:37, schrieb As Below:

> Also, ich kann da nur fuer mich sprechen :

Aber es waere schon schoen, wenn Andere deine Wahnvorstellungen mit dir 
teilen wuerden, nicht wahr?
Datum: Sun, 04 Jul 2010 12:59:47 +0200   Autor:   Lothar Schenk

Re: Warum?   
In article <4c3069aa$0$6767$9b4e6d93@newsspool3.arcor-online.net>,
 Lothar Schenk  wrote:

> Am 03.07.2010 13:37, schrieb As Below:
> 
> > Also, ich kann da nur fuer mich sprechen :
> 
> Aber es waere schon schoen, wenn Andere deine Wahnvorstellungen mit dir 
> teilen wuerden, nicht wahr?


Och Lotharr...

-- 
F.M.O. :  fmbnewsclub.blogspot.com
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Datum: Sun, 04 Jul 2010 16:40:49 +0200   Autor:   As Below

Re: Warum?   
Am 03.07.2010 11:04, schrieb Lothar Schenk:
> 'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
> aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
> dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
> betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.

Wieso? Bei unendlich vielen Lebenszyklen hat man doch noch immer wieder
die Gelegenheit dazu. ;-)

Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.

> Es ist das grosse Lebensproblem,
> und doch neigt die Gesellschaft dazu, sich von den Problemen des
> Alterns, der Krankheit und des Todes zu distanzieren, sie beiseite zu
> schieben, weil andere Dinge dringlicher erscheinen.

Viele interessieren sich für diese Fragen nicht. Sie müssen es auch
nicht. Egal ob man sich dafür interessiert oder nicht, am Ende läuft
immer alles auf daasselbe hinaus. Manchen Menschen Natur ist es, sich
selber zu suchen und die begeben sich dann auf ihren eigenen Weg.

> Einen Haufen Geld zu
> machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist
> wichtiger. Was auch immer.

Warum nicht. Geschieht dies alles auf ehrbare Weise ist meines erachtens
nichts dagegen einzuwenden.

> Und die grossen Lebensfragen -- die Tatsache,
> dass man auf die Leiden und Erniedrigungen zusteuert, die mit einem
> alternden, kranken oder sterbenden Koerper einhergehen -- werden
> verdraengt, zur Seite geschoben. "Noch nicht, noch nicht, vielleicht > ein
> anderes Mal." Und natuerlich, wenn das "andere Mal" dann da ist und
> diese Dinge akut werden, dann akzeptieren sie kein "noch nicht", dann
> lassen sie sich nicht mehr verdraengen. Wenn man sich nicht darauf
> vorbereitet hat, dann geht man voellig hilflos den Bach runter.

Ich lag am Anfang letzten Jahres mehrere Wochen mit einer
lebensbedrohlichen Erkrankung im Krankenhaus. Der ernst der Lage war mir
klar. Im nachhinein ist mir bekannt das meine
Überlebenswahrscheinlichkeit ca. 20% betrug. In dieser Situation,
abhängig von Ärzten und Pflegern, habe ich gemerkt, das ich mich
tatsächlich erfolgreich mit Deinen Sinnfragen beschäftigt
habe. Ich war unheimlich gelassen und ruhig und hätte auch keinerlei
Angst vor einem möglichen bevorstehenden Ableben. Es ist für mich also
keine bloße Theorie mehr. Mittlerweile bin ich vollständig genesen und
auch wieder sportlich so aktiv wie vorher. Es ist die Gelassenheit, die
einen weiter bringt.

> Das sind also die wichtigsten Dinge, auf die man sich vorbereiten
> sollte.

Es hat was, wenn man der Zukunft, egal was kommt, so gelassen wie
möglich, in sich ruhend entgegentreten kann. Es ist jedoch kein Ding für
jedermann. Der Weg dorthin führt über Abgründe, durch Feuer und einsame
Wüsten.

> Eine Menge anderer Sachen im Leben sind ungewiss, aber ein paar
> sind gewiss. Alter kommt. Krankheit kommt. Tod kommt mit Sicherheit.
> Wenn man also weiss, dass etwas mit Sicherheit kommen wird, dann muss
> man sich darauf vorbereiten. Und wenn man merkt, dass dies die
> wichtigste Frage im Leben ist, muss man sich anschauen, wie man sein
> Leben fuehrt. Meditation -- die Praxis der Buddhalehre -- ist nicht
> bloss, dass man sich dann und wann mit geschlossenen Augen hinsetzt.
> Es geht darum, seine Prioritaeten zu ordnen. Wie der Buddha sagte,
> wenn man sieht, dass es einen hoeheren Gluecksgrad gibt, den man
> erreichen kann,
> wenn man niedrigere Formen des Gluecks opfert, dann opfert man diese
> niedrigeren. Betrachtet euer Leben und woran ihr euch festhaltet, die
> kleinen Stellen, wo der Geist sein Vergnuegen, aber keine wirkliche
> Zufriedenheit findet: sind das die Dinge, an denen ihr euch wirklich
> festhalten wollt? Sollen das die Faktoren sein, die euer Leben
> bestimmen?

Das klingt leider alles so, als ob es nicht aus Dir selbst heraus käme.
Du schreibst einfach auf, woran Du ungeprüft glaubst. Es mag Dir
vielleicht nicht bewust sein, aber auf mich wirkt es so. Damit befindest
Du Dich in der gleichen fatalen Situation wie die meisten Christen,
Moslems und Juden. Sie glauben alle ganz doll, aber vergessen darüber
sich selbst und ihre Erlösung.

Der Buddhismus gibt einem die Chance seine eigene
Natur zu erkennen und seinen eigenen Lebensweg zu finden. Du jedoch hast
nur einfach diffus Angst etwas zu versäumen, wenn Du nicht ganz fest
glaubst.

> Und dann kann man an Fragen von groesserer Tragweite denken. Die
> Moeglichkeit, ein Glueck zu erfahren, das ueber Altern, Krankheit und
> Tod hinausgeht: soll das die erste Prioritaet in eurem Leben haben?

Dann bemühe Dich darum, im hier und jetzt, eine Erleuchtung zu erfahren.
Danach wird sich vieles relativieren, auch Dein naiver buddhistischer
Glaube wird einem gereiften, nicht erleuterungsbedürftigen Sehen weichen.

> Das sind Fragen, die wir uns alle innerlich stellen sollten. Der
> Buddha gibt uns die Antworten nicht vor. Er setzt uns einfach
> auseinander, was die Lage ist. Er sagt, dass es die Moeglichkeit zu
> einem Glueck gibt, das ueber jenes Glueck hinausgeht, das davon
> kommt, dass man einfach nur
> isst und schlaeft, sich um den Koerper kuemmert und sich's bequem
> macht.

Und, hast Du dieses Glück gefunden? Wahrscheinlich nicht. Du lässt Dich
von zu vielen Glaubenssätzen und Bedenken in die Irre leiten.

> Diese Moeglichkeit ist die gute Nachricht in der Lehre Buddhas, vor
> allem weil fast alle Welt sagt: "Na ja, das ist schliesslich alles im
> Leben, also mach das beste draus. Sei mit diesen Augenblicksfreuden
> zufrieden und denk nicht an andere Sachen. Werd' nicht unzufrieden mit
> dem, was du hast." Wenn man ueber diese Haltung nachdenkt, dann is
> das wirklich deprimierend, weil es ja nur bedeutet, dass man an sich
> rafft, was geht, bevor man stirbt. Und wenn man stirbt, kann man es
> nicht mitnehmen.

Was soll der Buddhist mitnehmen können? Was hast Du aus Deinen früheren
Leben, falls es sie gibt, mitgenommen? Tatsächlich könen wir es nicht
wissen. Ein Satori würde Dir die Sicherheit, unabhängig vom Glauben
geben, das Du nicht veloren bist. Was das konkret bedeutet wird ab da
ganz unwichtig.

> Aber der Buddha sagte, dass es eine Art von Glueck gibt, eine Art des
> Wissens im Geist, die ueber Altern, Krankheit und Tod hinausgeht, und
> die durch menschliche Anstrengung gewonnen werden kann, wenn man es
> richtig macht. Das ist also sowohl eine gute Nachricht als auch eine
> Herausforderung. Gibt man sich damit zufrieden, ein normales Leben zu
> fuehren und seine Zeit zu verplempern? Oder nimmt man die
> Herausforderung an, sich um wichtigere Dinge zu kuemmern, sich dieser
> Moeglichkeit zu widmen?'

Nein, glaube mir, Du kannst dieses Glück, ich bezeichne dies als
universelle Freiheit und das große los lassen, auch finden, wenn Du ein
einigermaßen normales Leben, mit Beruf, Weib, Freunden, Haustieren und
Hobbys usw. führst. Eine gewisse Zeit für die Introspektion, Meditation
und geistige Anregung durch einige Andere sollte schon geopfert werden.
Ich meine in meinem letzten Satz wirklich Anregung und damit meine ich
die Anregung, wie man seinen eigenen Weg und seine eigene Wahrheit
findet. In den Zeiten, wo Du durch das Feuer oder durch die Wüste gehst
wirst Du Menschen, die Dich lieben um so nötiger haben.

MFG Maximilien
Datum: Tue, 06 Jul 2010 15:46:50 +0200   Autor:   Maximilien de Robespierre

Re: Warum?   
In article <4c3333cb$0$6775$9b4e6d93@newsspool3.arcor-online.net>,
 Maximilien de Robespierre  
 wrote:

> Am 03.07.2010 11:04, schrieb Lothar Schenk:
> > 'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
> > aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
> > dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
> > betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
> 
> Wieso? Bei unendlich vielen Lebenszyklen hat man doch noch immer wieder
> die Gelegenheit dazu. ;-)

Naja, tatsaechlich ist es aber so, dass es einen autonomen Geist gar 
nicht gibt, schon gar nicht gemaess der Lehre des ehrenwerten Herrn 
Gotamo. Also stirbt mit dem Koerper auch jede Geistige Errungenschaft, 
und jeder Gewinn des Gemuets.

> > Einen Haufen Geld zu
> > machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist
> > wichtiger. Was auch immer.
> 
> Warum nicht. Geschieht dies alles auf ehrbare Weise ist meines erachtens
> nichts dagegen einzuwenden.

Dies sind offensichtlich Dinge die der liebe Moench nicht besitzt.
Warum er nun versucht sie veraechtlich zu machen, ist mir ein Raetsel.
Moeglicher Weise ist ja das "Nicht-Erlangen" irgendwann auch das 
Leitmotiv seines So-Seins als Buddhist geworden. Entgangene 
Liebesbeziehung vielleicht, oder als Sohn gescheitert im 
Besitzmehrungs-Prozess der Eltern / Familie.

Es ist muessig darueber zu spekulieren.

> Es hat was, wenn man der Zukunft, egal was kommt, so gelassen wie
> möglich, in sich ruhend entgegentreten kann.

Ja.

> Es ist jedoch kein Ding für jedermann.

Doch, fuer jeden Mann und fuer jede Frau ist das eine gute Sache.

> Der Weg dorthin führt über Abgründe, durch Feuer und einsame
> Wüsten.

Ach du lieber Himmel.

Also, moeglicher weise hast du da sowas "erlebt" - aber das ist nicht 
die Regel.

Man lernt ein bischen was ueber meditation, und dann uebt man fleissig
und regelmaessig und in ein paar Wochen oder Monaten, kann man diesen 
Zustand der heiteren Gelassenheit immer dann erzeugen wenn man ihn 
braucht oder will.

Laeuterungs-Prozesse sind da nicht notwendig oder brauchbar.
Auch die Eitelkeit "spirituellen Heldentums" wird sich wohl eher stoerend
auf den Lern und Uebungs-Prozess auswirken.

Ausserdem sind unter den Brandstiftern ja auch sehr viele 
Feuerwehrmaenner zu finden.

bgfe

f

-- 
F.M.O. :  fmbnewsclub.blogspot.com
Infos, Musik, Videos, Pics
Datum: Wed, 07 Jul 2010 09:20:30 +0200   Autor:   As Below

Re: Warum?   
Maximilien de Robespierre wrote:

> Am 03.07.2010 11:04, schrieb Lothar Schenk:
>> 'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
>> aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
>> dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
>> betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.

Dann mach' doch mal.
Begib' Dich in diese "Twilight Zone" - in welcher
der eine Augenblick vergangen ist und der andere
noch nicht begonnen hat...
dorthin, wo alle Wahrnehmungen und deren vom
Geist "überlieferten" und übernommenen Bedeutungen
unerreichbar sind für eine Produktion dessen, was sich
ansonsten als "Ich" manifestiert.

Wenn Du denn diese Erfahrung gemacht hast, dann
lasse doch mal deinen Buddha in Dir aufsteigen.

Hast Du wohl noch nie gemacht, wie deine Zeilen
es vermuten lassen.

Es gibt nix 'rauszuholen ... da is nix ausser immer
neuen Formen, die man von Augenblick zu Augenblick
immer wieder neu gestalten muss, damit die Leere
nicht allzu deutlich wird...
das erträgt ein Mensch nur schlecht und das Erkennen
des Nichts, welches ihn unabwendbar fressen wird, weil
es ihn nicht kennt...
ihn nicht und keinen Geist - denn auch letzterer ist ja
bedingt und wird nur genährt durch das Weitergeben
von verdrängtem Leiden.

[...]

> 
> Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
> und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
> waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
> Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
> interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
> profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.

Auf dem "buddhistischen Jahrmarkt" bietet jede Bude ihre Offenbahrungen
an und hält sie für die jeweils beste - man vermarktet den
ehrenwerten Herrn Gotamo...
schafft damit auch nur wieder nur Formen, die sich im Hirn
manifestieren, dort breitmachen und so bald jeden Buddha komplett
dichtscheissen.

M.
Datum: Sun, 11 Jul 2010 13:35:34 +0200   Autor:   Mathias Grewin

Re: Warum?   
In article ,
 Mathias Grewin  wrote:

Hallo Mattie,
schoen von dir zu hoeren. Ich wuensche es geht euch gut.

> Maximilien de Robespierre wrote:
> 
> > Am 03.07.2010 11:04, schrieb Lothar Schenk:
> >> 'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
> >> aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
> >> dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
> >> betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
> 
> Dann mach' doch mal.
> Begib' Dich in diese "Twilight Zone" - in welcher
> der eine Augenblick vergangen ist und der andere
> noch nicht begonnen hat...

Keine Augenblicke mehr, nichts Festes nichts Formbares
keine Naehe, keine Entfernung.
Ich war schon oft dort.

> dorthin, wo alle Wahrnehmungen und deren vom
> Geist "überlieferten" und übernommenen Bedeutungen
> unerreichbar sind für eine Produktion dessen, was sich
> ansonsten als "Ich" manifestiert.

Wo das Leid endet beginnt es auch...
ganz wie man sich entscheidet.
Aber nichts kann man dorthin mitnehmen, keinen Kuchenkreummel
und keine Idee, nicht den Kleinsten Gedanken nicht das unbestimmteste 
Gefuehl. 

> Wenn Du denn diese Erfahrung gemacht hast, dann
> lasse doch mal deinen Buddha in Dir aufsteigen.

Da ist kein Buddha, ein Buddha kann nur in der Welt sein.
Da ist ein Zurueck-Kommen, und eine Neu-Schoepfung der Einen-Welt,
die Ich ist, mag ja sein, dass diese Welt einen Buddha enthaelt.

Was will ich nicht mehr tun ?
Was will ich nicht mehr denken ?
Was hat keinen Boden mehr um zu keinem ?
 
> Hast Du wohl noch nie gemacht, wie deine Zeilen
> es vermuten lassen.

Hilfslos verstrickt in "alle Interessen"...
so oder so :-) 
Wollen und Nicht-wollen, Sehen und Nicht-Sehen,
Ergreifen und Nicht-Ergreifen...
Kraefte und Gegen-Kraefte.

> Es gibt nix 'rauszuholen ... da is nix ausser immer
> neuen Formen, die man von Augenblick zu Augenblick
> immer wieder neu gestalten muss, damit die Leere
> nicht allzu deutlich wird...

Form ist Leere  - Leere ist Form
anders is nix - und das ist schon schwer genug zu vermitteln
"Was waerst du haette es deine Eltern nie gegeben ?"
:-)

Wellcome back my friends to the show that never ends...
                        Emerson, lake & Palmer / brain salat surgery

Willkommen willkommen im Fleisch
wir haben etwas vorbereitet : Eine Welt mit vielen Gesichtern,
fuer deine Augen, eine Welt mit unzaehligen Klaengen fuer deine Ohren,
eine Welt voller sinnloser Worte fuer deinen Verstand.

Du bist Buddha, ich bin Fleisch.
Nenne mich Fleisch, nenne mich Hirnchen, nenne mich Mensch.
Aus Gier mein Da-Sein, aus Verlangen mein So-Sein, aus Luege
mein Anders-Sein, aus Hass mein Nicht-Sein.

Aus Liebe mein Einverstanden-Sein.
Aus Pflicht mein Taetig-Sein

> das erträgt ein Mensch nur schlecht und das Erkennen
> des Nichts, welches ihn unabwendbar fressen wird, weil
> es ihn nicht kennt...

Nicht hatten die Worte des Moenches den Glanz des Mitgefuehls,
nur die Schatten der Unvollkommenheit.

> ihn nicht und keinen Geist - denn auch letzterer ist ja
> bedingt und wird nur genährt durch das Weitergeben
> von verdrängtem Leiden.

Deine Worte glaenzen durch Mitgefuehl,
wohl wissend , dass niemand entkommen kann 
solange das Leid noch fuer den Letzten da ist.

Nun, sammeln wir unsere Tapferkeit es geht weiter.
Ich werde dich nicht auf die Strasse schicken, werde dich nicht mit 
Benzin uebergiessen und ich werde dich nicht anzuenden - glanz gleich 
wie sehr ich leide.

Ich nenne dich Fleisch, ich nenne dich Hirnchen, wir sind alles was wir 
haben - du sollst nicht leiden unter meinem Leid.
Fuer dich will ich ein guter hirte sein, will dich fuehren zu gruenen
Wiesen, sonnenbeschienenen Plaetzen und kristall klaren Wassern.

Du bist Fleisch, ich bin solange schon dein Leid gewesen.
Und du warst mein Leid. Lass uns wenigstenz diesen einen Frieden finden, 
wenn es sonst auch keinen Frieden gibt in der Welt.
Denn wenn wir gegangen sind, wird niemand sagen koennen Ich sei gegangen
oder Du seist gegangen. Denn ich bin Ich durch Dich und mit dir, und 
ohne dich bin Ich nicht.

> [...]
> 
> > 
> > Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
> > und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
> > waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
> > Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
> > interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
> > profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.
> 
> Auf dem "buddhistischen Jahrmarkt" bietet jede Bude ihre Offenbahrungen
> an und hält sie für die jeweils beste - man vermarktet den
> ehrenwerten Herrn Gotamo...

Fleisch will essen, Ich will erlangen.
Fleisch will Fleisch, Ich will Ich...

> schafft damit auch nur wieder nur Formen, die sich im Hirn
> manifestieren, dort breitmachen und so bald jeden Buddha komplett
> dichtscheissen.

Wie eloquent formuliert, und das liebe Ich.

Haben wir wirklich einen so weiten Weg zurueckgelegt, um als
um sein seelenheil bekuemmertes Maennlein zur Strecke gebracht zu werden 
?

nein nein ! So ist das nicht.

Egal wie weit wir schon gelaufen sind,
wir laufen weiter, soweit die Fuesse tragen.
Gut, zugegeben, sie sind sehr schwer geworden - aber dafuer haben wir 
weniger Gepaeck zu tragen.

> M.


ganz leicht bekleidet

Fchen

-- 
F.M.O. :  fmbnewsclub.blogspot.com
Infos, Musik, Videos, Pics
Datum: Sun, 11 Jul 2010 19:07:16 +0200   Autor:   As Below

Re: Warum?   
As Below wrote:

> In article ,
>  Mathias Grewin  wrote:
> 
> Hallo Mattie,
> schoen von dir zu hoeren. Ich wuensche es geht euch gut.

Ja - uns geht es gut, danke mein Freund...
ja - und ich bin froh, seid etwa sieben Jahren
solch' einen Menschen an meiner Seite zu haben.

Euch Beiden auch nur das Beste.

Es tut sich sehr viel und ganz anders als gedacht;
doch das dann mal per P.M. und wenn ich weiss, wie
das ausgegangen ist.

> 
>> Maximilien de Robespierre wrote:
>> 
>> > Am 03.07.2010 11:04, schrieb Lothar Schenk:
>> >> 'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
>> >> aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
>> >> dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen.
>> >> Genau betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
>> 
>> Dann mach' doch mal.
>> Begib' Dich in diese "Twilight Zone" - in welcher
>> der eine Augenblick vergangen ist und der andere
>> noch nicht begonnen hat...
> 
> Keine Augenblicke mehr, nichts Festes nichts Formbares
> keine Naehe, keine Entfernung.
> Ich war schon oft dort.
> 
>> dorthin, wo alle Wahrnehmungen und deren vom
>> Geist "überlieferten" und übernommenen Bedeutungen
>> unerreichbar sind für eine Produktion dessen, was sich
>> ansonsten als "Ich" manifestiert.
> 
> Wo das Leid endet beginnt es auch...
> ganz wie man sich entscheidet.
> Aber nichts kann man dorthin mitnehmen, keinen Kuchenkreummel
> und keine Idee, nicht den Kleinsten Gedanken nicht das unbestimmteste
> Gefuehl.
> 
>> Wenn Du denn diese Erfahrung gemacht hast, dann
>> lasse doch mal deinen Buddha in Dir aufsteigen.
> 
> Da ist kein Buddha, ein Buddha kann nur in der Welt sein.
> Da ist ein Zurueck-Kommen, und eine Neu-Schoepfung der Einen-Welt,
> die Ich ist, mag ja sein, dass diese Welt einen Buddha enthaelt.
> 
> Was will ich nicht mehr tun ?
> Was will ich nicht mehr denken ?
> Was hat keinen Boden mehr um zu keinem ?
>  
>> Hast Du wohl noch nie gemacht, wie deine Zeilen
>> es vermuten lassen.
> 
> Hilfslos verstrickt in "alle Interessen"...
> so oder so :-)
> Wollen und Nicht-wollen, Sehen und Nicht-Sehen,
> Ergreifen und Nicht-Ergreifen...
> Kraefte und Gegen-Kraefte.
> 
>> Es gibt nix 'rauszuholen ... da is nix ausser immer
>> neuen Formen, die man von Augenblick zu Augenblick
>> immer wieder neu gestalten muss, damit die Leere
>> nicht allzu deutlich wird...
> 
> Form ist Leere  - Leere ist Form
> anders is nix - und das ist schon schwer genug zu vermitteln
> "Was waerst du haette es deine Eltern nie gegeben ?"
> :-)
> 
> Wellcome back my friends to the show that never ends...
>                         Emerson, lake & Palmer / brain salat surgery

Ja - habe ich auch.
Viele Texte verstehe ich heute besser als damals
aber ich bin mir nicht immer sicher, ob die Künstler
Ihre Texte so gut verstehen, wie ich.

:-)


> 
> Willkommen willkommen im Fleisch
> wir haben etwas vorbereitet : Eine Welt mit vielen Gesichtern,
> fuer deine Augen, eine Welt mit unzaehligen Klaengen fuer deine Ohren,
> eine Welt voller sinnloser Worte fuer deinen Verstand.
> 
> Du bist Buddha, ich bin Fleisch.
> Nenne mich Fleisch, nenne mich Hirnchen, nenne mich Mensch.
> Aus Gier mein Da-Sein, aus Verlangen mein So-Sein, aus Luege
> mein Anders-Sein, aus Hass mein Nicht-Sein.
> 
> Aus Liebe mein Einverstanden-Sein.
> Aus Pflicht mein Taetig-Sein
> 
>> das erträgt ein Mensch nur schlecht und das Erkennen
>> des Nichts, welches ihn unabwendbar fressen wird, weil
>> es ihn nicht kennt...
> 
> Nicht hatten die Worte des Moenches den Glanz des Mitgefuehls,
> nur die Schatten der Unvollkommenheit.
> 
>> ihn nicht und keinen Geist - denn auch letzterer ist ja
>> bedingt und wird nur genährt durch das Weitergeben
>> von verdrängtem Leiden.
> 
> Deine Worte glaenzen durch Mitgefuehl,
> wohl wissend , dass niemand entkommen kann
> solange das Leid noch fuer den Letzten da ist.
> 
> Nun, sammeln wir unsere Tapferkeit es geht weiter.
> Ich werde dich nicht auf die Strasse schicken, werde dich nicht mit
> Benzin uebergiessen und ich werde dich nicht anzuenden - glanz gleich
> wie sehr ich leide.
> 
> Ich nenne dich Fleisch, ich nenne dich Hirnchen, wir sind alles was wir
> haben - du sollst nicht leiden unter meinem Leid.
> Fuer dich will ich ein guter hirte sein, will dich fuehren zu gruenen
> Wiesen, sonnenbeschienenen Plaetzen und kristall klaren Wassern.
> 
> Du bist Fleisch, ich bin solange schon dein Leid gewesen.
> Und du warst mein Leid. Lass uns wenigstenz diesen einen Frieden finden,
> wenn es sonst auch keinen Frieden gibt in der Welt.
> Denn wenn wir gegangen sind, wird niemand sagen koennen Ich sei gegangen
> oder Du seist gegangen. Denn ich bin Ich durch Dich und mit dir, und
> ohne dich bin Ich nicht.
> 
>> [...]
>> 
>> > 
>> > Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
>> > und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
>> > waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
>> > Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
>> > interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
>> > profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.
>> 
>> Auf dem "buddhistischen Jahrmarkt" bietet jede Bude ihre Offenbahrungen
>> an und hält sie für die jeweils beste - man vermarktet den
>> ehrenwerten Herrn Gotamo...
> 
> Fleisch will essen, Ich will erlangen.
> Fleisch will Fleisch, Ich will Ich...
> 
>> schafft damit auch nur wieder nur Formen, die sich im Hirn
>> manifestieren, dort breitmachen und so bald jeden Buddha komplett
>> dichtscheissen.
> 
> Wie eloquent formuliert, und das liebe Ich.
> 
> Haben wir wirklich einen so weiten Weg zurueckgelegt, um als
> um sein seelenheil bekuemmertes Maennlein zur Strecke gebracht zu werden
> ?
> 
> nein nein ! So ist das nicht.

Neee - so ist das auch nicht. Gut so...
weniger Leid ist immer gut.


> 
> Egal wie weit wir schon gelaufen sind,
> wir laufen weiter, soweit die Fuesse tragen.
> Gut, zugegeben, sie sind sehr schwer geworden - aber dafuer haben wir
> weniger Gepaeck zu tragen.
> 
>> M.
> 
> 
> ganz leicht bekleidet

Ja - und verletzlich...
wie man eben ist.

Grüsse aus Kiel.
Datum: Mon, 12 Jul 2010 22:42:28 +0200   Autor:   Mathias Grewin

Re: Warum?   
In article ,
 Mathias Grewin  wrote:

> As Below wrote:
> 
> > In article ,
> >  Mathias Grewin  wrote:
> > 
> > Hallo Mattie,
> > schoen von dir zu hoeren. Ich wuensche es geht euch gut.
> 
> Ja - uns geht es gut, danke mein Freund...
> ja - und ich bin froh, seid etwa sieben Jahren
> solch' einen Menschen an meiner Seite zu haben.
> 
> Euch Beiden auch nur das Beste.
> 
> Es tut sich sehr viel und ganz anders als gedacht;
> doch das dann mal per P.M. und wenn ich weiss, wie
> das ausgegangen ist.


(sfb)

Oeh, ja...

Viel spass bei allem

fchen

-- 
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Datum: Tue, 13 Jul 2010 09:17:44 +0200   Autor:   As Below



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