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Datum: 17 Aug 2008 06:41:36 GMT,    Newsgroup: de.etc.selbsthilfe.missbrauch        back       

wünscheWas ich mir von meiner Mutter   
Was ich mir von meiner Mutter wünsche:

"Hallo Michael,
Entschuldigung, dass ich Dir die Selbstbefriedigung verboten habe. Es tut
mir leid, dass ich den schädlichen Ratschlag von Dr. ... nicht als solchen
erkannt habe. Es tut mir leid, dass ich Dich traumatisiert habe.
Mama"

Gruß, Michael
Datum: 17 Aug 2008 06:41:36 GMT   Autor:   Michael

wünscheRe: Was ich mir von meiner Mutter   
x-no-archive: yes

Hallo!

Michael   wrote:
>Was ich mir von meiner Mutter wünsche:

>"Hallo Michael,
>Entschuldigung, dass ich Dir die Selbstbefriedigung verboten habe. Es tut
>mir leid, dass ich den schädlichen Ratschlag von Dr. ... nicht als solchen
>erkannt habe. Es tut mir leid, dass ich Dich traumatisiert habe.
>Mama"

Es scheint wohl eher die Ausnahme zu sein, daß Täter (egal ob direkt
oder indirekt, ob mit komplett voller Absicht oder Fahrlässigkeit, ob
Mittäter oder einzeln, ob Mitwisser oder selbst) es komplett einsehen
und "umkehren".

Wie ist es mit
  "Ich war ein Kind. Ich war daran, was mir geschehen ist, und wie ich
  als Kind, mit meinen damals begrenzten Möglichkeiten reagiert habe und
  damit umgegangen bin, nicht schuld. Ich bin an den Folgen nicht
  schuld. Aber ich kann lernen, es in die Hand zu nehmen, mit der Zeit
  mein Leben zum besseren zu wenden. Ich kann lernen, selbst so gut es
  geht, das für mein Inneres Kind zu sein, was meine Eltern hätten sein
  können, aber nicht waren."

>Gruß, Michael

Grüße,

Hannah.
Datum: Fri, 2 Jan 2009 20:33:44 +0000 (UTC)   Autor:   hu47121+ (Hannah)

wünscheRe: Was ich mir von meiner Mutter   
x-no-archive: yes

Hallo,
Hannah schrieb:
> Hallo!
> 
> Michael   wrote:
>>Was ich mir von meiner Mutter wünsche:
> 
>>"Hallo Michael,
>>Entschuldigung, dass ich Dir die Selbstbefriedigung verboten habe. Es tut
>>mir leid, dass ich den schädlichen Ratschlag von Dr. ... nicht als solchen
>>erkannt habe. Es tut mir leid, dass ich Dich traumatisiert habe.
>>Mama"
> 
> Es scheint wohl eher die Ausnahme zu sein, daß Täter (egal ob direkt
> oder indirekt, ob mit komplett voller Absicht oder Fahrlässigkeit, ob
> Mittäter oder einzeln, ob Mitwisser oder selbst) es komplett einsehen
> und "umkehren".

Ja. Es ist auch die Frage, wieviel mir es helfen würde, wenn meine Mutter
tatsächlich Einsicht zeigen würde. Ich glaube schon, dass es die Beziehung
zu meiner Mutter verbessern würde. Zum Muttertag und zu ihrem 80.
Geburtstag werde ich ihr nur gratulieren, wenn ich bei mir keinen Unwillen
bemerke.

> Wie ist es mit
>   "Ich war ein Kind. Ich war daran, was mir geschehen ist, und wie ich
>   als Kind, mit meinen damals begrenzten Möglichkeiten reagiert habe und
>   damit umgegangen bin, nicht schuld. Ich bin an den Folgen nicht
>   schuld. Aber ich kann lernen, es in die Hand zu nehmen, mit der Zeit
>   mein Leben zum besseren zu wenden. Ich kann lernen, selbst so gut es
>   geht, das für mein Inneres Kind zu sein, was meine Eltern hätten sein
>   können, aber nicht waren."

Danke Hannah.

Ich hatte ja als Kind nicht einmal begrenzte Möglichkeiten. Es wären noch
viel schlimmere Gefühle gewesen, wenn ich es geschafft hätte, mich jemand
anderem anzuvertrauen, denn niemand hätte mir geglaubt, dass meine Mutter
böse zu mir ist. Ich bin mir auch sicher, dass es mir nichts gebracht
hätte, ihr zu sagen, dass sie mir weh tut. Ich hatte damals keine andere
Wahl, als die emotionale Brutalität meiner Mutter zu erdulden und die
daraus folgenden entsetzlichen Gefühle zu ertragen.

Das Buch und das Arbeitsbuch "Aussöhnung mit dem inneren Kind" steht bei
mir schon jahrelang angelesen im Bücherschrank. Hab' jetzt mal wieder drin
geblättert.

Was soll ich machen, wenn ich Angstzustände bekomme, wenn meine Mitmenschen
freundlich zu mir sind?

Was soll ich machen, wenn ich beginne, so zu leben, wie ich leben will und
dann von entsetzlichen Gefühlen gepeinigt werde?

Gruß, Michael
Datum: 06 Jan 2009 11:15:37 GMT   Autor:   Michael



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