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Datum: Wed, 30 Apr 2008 07:39:14 +0200,    Newsgroup: de.comp.text.tex        back       

"mpm" unter Linux benutzen   
Albrecht Mehl schrieb:
...
 >
 > _Mein_ Interesse ist doch nach Ihrer Schilderung etwas abgekühlt. Aber
 > ich könnte mir schon vorstellen, daß es andere gibt, die
 > trotzdem gerne Ihr Kochrezept benutzen würden. Daher Vorschlag: falls 
 > es nicht zu viel Aufwand für Sie bedeutet, es einfach hier
 > veröffentlichen, um Kommentare und Erfahrungsberichte bitten.
 >

Nun gut. Das Folgende bezieht sich auf die Linux-Distribution "openSUSE 
10.3", gilt aber weitgehend für beliebige Distributionen:

1. MikTeX-Source-Code besorgen:
-------------------------------

==> http://www.miktex.org/SourceCode.aspx

wget \
http://kent.dl.sourceforge.net/sourceforge/miktex/miktex-2.7.2960.tar.bz2

(ggf. feststellen, ob es eine neuere Version gibt)

2. Einige nötige rpm-Pakete installieren:
-----------------------------------------

libidn-devel libcurl-devel libopenssl-devel
zlib-devel libmspack cmake lynx

(C-Compiler, make usw. bereits vorausgesetzt)

3. Quellen kompilieren:
-----------------------

tar jxvf miktex-2.7.2960.tar.bz2
cd miktex-2.7.2960/
cmake -G "Unix Makefiles"
make
make install
gzip /usr/local/share/man/man1/*.1
ldconfig
cd ..
rm -r miktex-2.7.2960

4. MANPATH ergänzen:
--------------------

echo "export MANPATH=/usr/local/share/man:\$MANPATH" > \
    /etc/profile.d/miktex.sh

5. Anwendung:
-------------

5.1 Anlegen einer lokalen MikTeX-Datenbank:

initexmf -u

5.2 Anfrage nach den auf den Servern verfügbaren updates

mpm --update-db --verbose
mpm --list

5.3 Ausgewähltes Paket installieren bzw. erneuern

mpm --install=pstricks --verbose
texhash

Anm.: Die Dateien werden, wenn nicht anders angegeben, nach $TEXMFLOCAL
installiert. Danach ist der MikTeX-Datenbank bekannt, dass zu "pstricks"
gehörige Dateien existieren und dann wird ein späteres

mpm --update=pstricks --verbose
texhash

erfolgreich sein. Ein einfacher/sparsamer Weg, wie man die Existenz der
in TeXLive grundsätzlich vorhandenen Dateien der MikTeX-Datenbank
bekannt machen kann, kenne ich nicht. Denkbar wäre:

mpm --list > miktex.list
mpm --update-some=miktex.list

Damit installiert man sich weitgehend alles, was sowieso
schon installiert ist, noch einmal. Es hätte allerdings den Vorzug, dass
von da an

mpm --update

automatisch beliebige Neuheiten installiert. Den Weg werde ich aber
nicht gehen und stattdessen bei Bedarf per "mpm --install=xxx"
ausgewählte Pakete in den update-Mechanismus einfügen, was ja auch schon 
ein Vorteil ist.

5.4 Weitere Informationen:

mpm --help
man mpm
==>
http://staff.ee.sun.ac.za/pjrandewijk/wiki/index.php/M%28iKTeX%29_P%28ackage%29_M%28anager%29_for_Unix-alikes

Mit proxy-Servern kommt "mpm" offenbar nicht zurecht, obwohl es laut 
Beschreibung funktionieren sollte. Abgesehen davon habe ich das Gefühl, 
dass "mpm" ganz gut brauchbar ist, solange es keine auf TeXLive 
angepasste Lösung gibt, was sich aber für "TeXLive 2008" andeutet.

Kritiken und sonstige Kommentare sind willkommen.

...Rolf
Datum: Wed, 30 Apr 2008 07:39:14 +0200   Autor:   Rolf Niepraschk

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Hallo

Rolf Niepraschk schrieb:
| Ein einfacher/sparsamer Weg, wie man die Existenz der
| in TeXLive grundsätzlich vorhandenen Dateien der MikTeX-Datenbank
| bekannt machen kann, kenne ich nicht. Denkbar wäre:
|
| mpm --list > miktex.list
| mpm --update-some=miktex.list
|
| Damit installiert man sich weitgehend alles, was sowieso
| schon installiert ist, noch einmal. Es hätte allerdings den Vorzug, dass
| von da an
|
| mpm --update
|
| automatisch beliebige Neuheiten installiert.

Leider nicht, damit werden nur die bereits installierten Pakete upgedatet.

Ich habe zu diesem Zweck ein cygwin bash script geschrieben:

http://tug.ctan.org/info/?id=miktex_update

Mangels Linux Installation kann ich es leider nicht testen, aber ich
denke, daß es auch mit dem Linux mpm funktionieren sollte. Falls jemand
mpm unter Linux installiert hat und das Script testen möchte/würde, wäre
ich über einen Erfahrungsbericht sehr dankbar.

Josef

BTW: Bist du sicher, daß man texhash aufrufen muß? Mit der
Windowsversion von mpm erfolgt das Aktualisieren der FileNameDB automatisch.


- --
Keine Sicherheit ohne Schäuble:
GNUPG/PGP-Key unter http://www.josef-kleber.de/pgp/Josef_Kleber_News.asc
DSA 1024 / 0xF4B1EA2A / F832 6058 319E FFD4 0EFF 088C 521B 40D4 F4B1 EA2A

-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.8 (MingW32)
Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org

iEYEARECAAYFAkgYTHUACgkQUhtA1PSx6ipLvwCeO4qWhUBBr6vaoHlH9BXI12UY
rhAAoJbCpMhdgKnXPJZ/3dzpgeSUfmO2
=0qN2
-----END PGP SIGNATURE-----
Datum: Wed, 30 Apr 2008 12:39:49 +0200   Autor:   Josef Kleber

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
On 30 Apr., 12:39, Josef Kleber  wrote:

> BTW: Bist du sicher, daß man texhash aufrufen muß? Mit der
> Windowsversion von mpm erfolgt das Aktualisieren der FileNameDB automatisch.

Habe mpm mit teTeX getestet. Neu installierte Pakete müssen per
`texhash' bekannt gemacht werden.

Alexander
Datum: Wed, 30 Apr 2008 04:13:14 -0700 (PDT)   Autor:   Alexander Grahn

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
Am Wed, 30 Apr 2008 04:13:14 -0700 schrieb Alexander Grahn:

> Habe mpm mit teTeX getestet. Neu installierte Pakete müssen per
> `texhash' bekannt gemacht werden.

teTeX ist out, megaout!

Bernhard
Datum: Wed, 30 Apr 2008 14:51:10 +0200   Autor:   Bernhard Kleine

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
Bernhard Kleine schrieb:
> Am Wed, 30 Apr 2008 04:13:14 -0700 schrieb Alexander Grahn:
> 
>> Habe mpm mit teTeX getestet. Neu installierte Pakete müssen per
>> `texhash' bekannt gemacht werden.
> 
> teTeX ist out, megaout!

was hat das mit mpm zu tun?

Herbert
Datum: Wed, 30 Apr 2008 15:11:46 +0200   Autor:   Herbert Voss

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
Josef Kleber schrieb:
...
> 
> Ich habe zu diesem Zweck ein cygwin bash script geschrieben:
> 
> http://tug.ctan.org/info/?id=miktex_update
> 
> Mangels Linux Installation kann ich es leider nicht testen, aber ich
> denke, daß es auch mit dem Linux mpm funktionieren sollte. Falls jemand
> mpm unter Linux installiert hat und das Script testen möchte/würde, wäre
> ich über einen Erfahrungsbericht sehr dankbar.

Das kann ich gelegentlich mal tun. Wie aber stellt das Script fest, 
welche Dateien bereits installiert sind (ich meine hinsichtlich 
TeXLive)? Die MikTeX-Datenbank und TeXLive wissen nichts voneinader.

> Josef
> 
> BTW: Bist du sicher, daß man texhash aufrufen muß? Mit der
> Windowsversion von mpm erfolgt das Aktualisieren der FileNameDB automatisch.

Ja, siehe oben: Sie wissen nichts voneinander!

...Rolf
Datum: Wed, 30 Apr 2008 15:21:31 +0200   Autor:   Rolf Niepraschk

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Alexander Grahn schrieb:
| On 30 Apr., 12:39, Josef Kleber  wrote:
|
|> BTW: Bist du sicher, daß man texhash aufrufen muß? Mit der
|> Windowsversion von mpm erfolgt das Aktualisieren der FileNameDB
|> automatisch.
|
| Habe mpm mit teTeX getestet. Neu installierte Pakete müssen per
| `texhash' bekannt gemacht werden.
|

Ah okay, dann gibt es also Unterschiede zwischen den Versionen für
Windows und Linux. Danke.

Josef

- --
Keine Sicherheit ohne Schäuble:
GNUPG/PGP-Key unter http://www.josef-kleber.de/pgp/Josef_Kleber_News.asc
DSA 1024 / 0xF4B1EA2A / F832 6058 319E FFD4 0EFF 088C 521B 40D4 F4B1 EA2A

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Version: GnuPG v1.4.8 (MingW32)
Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org

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XgUAn1n9vphoXdm5WtmHjLehNYlrp4q/
=6VCX
-----END PGP SIGNATURE-----
Datum: Wed, 30 Apr 2008 15:14:43 +0200   Autor:   Josef Kleber

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Hallo

Rolf Niepraschk schrieb:
| Josef Kleber schrieb:
| ....
|>
|> Ich habe zu diesem Zweck ein cygwin bash script geschrieben:
|>
|> http://tug.ctan.org/info/?id=miktex_update
|>
|> Mangels Linux Installation kann ich es leider nicht testen, aber ich
|> denke, daß es auch mit dem Linux mpm funktionieren sollte. Falls jemand
|> mpm unter Linux installiert hat und das Script testen möchte/würde, wäre
|> ich über einen Erfahrungsbericht sehr dankbar.
|
| Das kann ich gelegentlich mal tun.

Danke!

| Wie aber stellt das Script fest,
| welche Dateien bereits installiert sind (ich meine hinsichtlich
| TeXLive)? Die MikTeX-Datenbank und TeXLive wissen nichts voneinader.

Ja das ist das Problem und ich weiß auch nicht, wie man das lösen
sollte. Wie du bereits geschrieben hast, würde das Script - wenn es denn
funktioniert - zunächst mal alle MiKTeX-Pakete komplett runterladen und
dann installieren. (Fraglich, was mit den MiKTeX-bin Paketen passiert?)
Danach würden es selbstverständlich immer nur die neuen Pakete
downloaden. Auf der TeX-Collection sind leider keine MiKTeX-Pakete,oder?
Das wäre ein guter Anfang für ein lokales Repository. (Pakete 3x auf der
Platte ;-) ) Es ist eben der Nachteil der einfachen Paketverwaltung in
der Doppellösung TeXLive/MiKTeX

|> BTW: Bist du sicher, daß man texhash aufrufen muß? Mit der
|> Windowsversion von mpm erfolgt das Aktualisieren der FileNameDB
|> automatisch.
|
| Ja, siehe oben: Sie wissen nichts voneinander!
|

Ja. Denkfehler meinerseits. In diesem Fall muß ja die FNDB von TeXLive
aktualisiert werden. mpm führt dann wahrscheinlich nicht einfach texhash
aus sondern den MiKTeX eigenen Befehl (den ich nie benutze und daher
jetzt auch nicht nennen kann! ;-) ), der in TeXLive nicht vorhanden ist.
Da müßte man das Script noch um eine Option --linux erweitern, um
Linux-Spezalitäten zu unterstützen, wie zum Beispiel ein vernünftiges
default-Verzeichnis für das lokale Repository (im Moment c:/...)

Josef

- --
Keine Sicherheit ohne Schäuble:
GNUPG/PGP-Key unter http://www.josef-kleber.de/pgp/Josef_Kleber_News.asc
DSA 1024 / 0xF4B1EA2A / F832 6058 319E FFD4 0EFF 088C 521B 40D4 F4B1 EA2A

-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.8 (MingW32)
Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org

iEYEARECAAYFAkgYef4ACgkQUhtA1PSx6ioqYwCZAaAkF02NoO80MGYP8UnzaYpY
wmEAmQFnzXOLDaJRBz2IEHbOpqtqY1lh
=m94F
-----END PGP SIGNATURE-----
Datum: Wed, 30 Apr 2008 15:54:06 +0200   Autor:   Josef Kleber

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
Bernhard Kleine wrote:

> teTeX ist out, megaout!

Ach, nein. Nur weil etwas alt ist, muss es noch lange nicht `out'
sein. teTeX ist nach wie vor meine liebste Distribution. Die, die
ich für die alltägliche Arbeit verwende, die von mir am besten
gepflegt ist, mit der alles geht. Für mich ist teTeX voll `in'.
Aber ich würde natürlich niemandem empfehlen, jetzt noch mit
teTeX zu beginnen.

Ciao
Andreas
Datum: Thu, 01 May 2008 14:46:04 +0200   Autor:   Andreas Matthias

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
Andreas Matthias schrieb:

>> teTeX ist out, megaout!
> 
> Ach, nein. Nur weil etwas alt ist, muss es noch lange nicht `out'
> sein. teTeX ist nach wie vor meine liebste Distribution. Die, die
> ich für die alltägliche Arbeit verwende, die von mir am besten
> gepflegt ist, mit der alles geht. 

Und was geht mit TeXLive nicht, aber mit teTeX?

Jürgen.
Datum: Thu, 01 May 2008 15:01:54 +0200   Autor:   Juergen Fenn

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
Juergen Fenn wrote:

> Andreas Matthias schrieb:
> 
>>> teTeX ist out, megaout!
>> 
>> Ach, nein. Nur weil etwas alt ist, muss es noch lange nicht `out'
>> sein. teTeX ist nach wie vor meine liebste Distribution. Die, die
>> ich für die alltägliche Arbeit verwende, die von mir am besten
>> gepflegt ist, mit der alles geht. 
> 
> Und was geht mit TeXLive nicht, aber mit teTeX?

Ich wollte nicht andeuteten, dass mit TeXLive etwas nicht geht,
sondern nur, dass mit meinem teTeX nach wie vor alles geht. Denn
das würde man wahrscheinlich nicht von einem System erwarten, 
das laut Bernhard `megaout' ist.

Ciao
Andreas
Datum: Thu, 01 May 2008 17:01:56 +0200   Autor:   Andreas Matthias

Re: "mpm" unter Linux benutzen   
Am Thu, 01 May 2008 17:01:56 +0200 schrieb Andreas Matthias:

> Juergen Fenn wrote:
> 
>> Andreas Matthias schrieb:
>> 
>>>> teTeX ist out, megaout!
>>> 
>>> Ach, nein. Nur weil etwas alt ist, muss es noch lange nicht `out'
>>> sein. teTeX ist nach wie vor meine liebste Distribution. Die, die ich
>>> für die alltägliche Arbeit verwende, die von mir am besten gepflegt
>>> ist, mit der alles geht.
>> 
>> Und was geht mit TeXLive nicht, aber mit teTeX?
> 
> Ich wollte nicht andeuteten, dass mit TeXLive etwas nicht geht, sondern
> nur, dass mit meinem teTeX nach wie vor alles geht. Denn das würde man
> wahrscheinlich nicht von einem System erwarten, das laut Bernhard
> `megaout' ist.
> 
> Ciao
> Andreas

teTeX wird nicht mehr aktualisiert. Alles was an Neuentwicklungen und vor 
allem an Verbesserungen/Updates abläuft, geht an teTeX vorbei. Ich habe 
auch lange einen großen localtree gehabt, weil in teTeX nicht alles drin 
war, ich habe sogar parallel MikTeX und teTeX installiert gehabt, für 
Linux und Windows. In meinem Localtree mit TeXlive sind jetzt nur noch 
einige Exoten wie Xymtex mit eigenen Verbesserungen, sowie vor allem 
einige spezielle bst-files. Pakete brauche ich praktisch nicht mehr 
zusätzlich zu installieren.

Bernhard
Datum: Thu, 1 May 2008 20:46:33 +0200   Autor:   Bernhard Kleine



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